Hervorgehoben

Meine Neue Welt

Ein richtiger, neuer Planet tausende Lichtjahre entfernt zu finden, scheint unrealistisch. Und dann eine ganz neue Welt direkt hier? Das wirkt auf den ersten Blick utopisch, ja unmöglich, aber warum sollten wir unsere Zeit auf eine Suche im All verschwenden, wenn wir das Finden vor unserer Haustür beginnen können? Meine neue Welt ist womöglich utopisch, ja, aber nur, wenn nichts getan wird. Ich lade dich auf ein Gedankenexperiment ein.

Wohnen

Du wohnst nicht nur, du lebst. Menschen leben jetzt alle in Hochhäusern. Das klingt nicht so schön? Stell dir ein Hochhaus mit grüner, bewachsener Fassade, einer Gemeinschaftsküche und -Dachterrasse vor. Eine kleine Gemeinschaft für sich. Auf der Sonnenseite des Hauses sind Solarpaneelen und eine kleine Gruppe von Hochhäusern liegt immer zusammen an einem Hof, der einen großen Gemüse- und Obstgarten für dich und deine Mitbewohner hat, die die Arbeit teilen. Jede Woche gibt es gemeinsame Ausflüge und Feste der Wohneinheiten. Durch die eigenen Apartments, wird Platz gespart, der für die Renaturierung von Grünflächen genutzt wird.

Kinder

Kinder werden als einer der wichtigsten Teile deiner Gesellschaft angesehen und für jede Planung, jedes Projekt, wird ihre Meinung mit einbezogen und ihre Bedürfnisse respektiert. Jedes Kind kriegt die Möglichkeit zur individuellen, kreativen Entfaltung. Das beinhaltet die Möglichkeit ein Instrument zu lernen und einem Sportverein mitzuspielen ohne etwas dafür zu tun.

Schule

Kinder werden meistens mit sieben eingeschult. Die Schule ist keine wirkliche Schule mehr. Die Klassen bestehen aus maximal zehn Schülern, die eine möglichst große Diversität (ethnologisch, so wie von ihren Interessen) aufweisen. In den ersten sieben Schuljahren, bekommen sie alle Grundlagen beigebracht (das beinhalten Sprachen, Schreiben, Rechnen, Lesen, Grundwissen in Geschichte, Allgemeinwissen und Naturwissenschaften, Musik, Kunst und Sport). Jedoch bestehen die Unterrichtsfächer aus praktischen Teilen, die einem das Wissen meistens nebenbei beibringen (z.B. durch Kochen, Theater spielen oder Experimente machen und auswerten) jedes Kind kann sich dabei so einbringen, wie es am besten zu seiner Persönlichkeit passt. Von der fünften bis zur letzten, der zwölften, Jahrgangsstufe werden manche Unterrichtsfächer in anderen Sprachen unterrichtet. Ab der siebten Jahrgangsstufe können die Schüler ihre Fächer nach ihren Interessen und Themenschwerpunkten anpassen und sich auf einen späteren Beruf vorbereiten.

Das Gemeinwohl

Das Gemeinwohl steht an erster Stelle, wird jedoch nicht durch Anpassung oder Zurückstellung von deiner eigenen Bedürfnissen erreicht, sondern durch deine individuelle Entfaltung, um jeden zufrieden und glücklich zu machen. Es gibt keine Währung mehr. Es findet lediglich Tauschhandel statt, weil jeder etwas anderes gut kann oder hat. Es wird eine Regierung gewählt. Dabei darf jeder ab 18 wählen. Außerdem kannst du dich ab 16 für die Wahl registrieren und es wird überprüft, ob du die Voraussetzungen erfüllst (z.B. Reife, Interesse). Wenn dies der Fall ist, darfst du auch ab 16 wählen.

Flora und Fauna

Utilitarismus steht an erster Stelle.

„Lehre, die im Nützlichen die Grundlage des sittlichen Verhaltens sieht und ideale Werte nur anerkennt, sofern sie dem Einzelnen oder der Gemeinschaft nützen; Nützlichkeitsprinzip“

Utilitarismus

Nur wenn das Essen eines Tieres mehr Wohl, als Unwohl erzeugt, darf es gegessen werden. Das beinhaltet auch das Abholzen von Wäldern (abgesehen von Weihnachtsbäumen pro Familie). Wenn also das Tier durch seine Haltung bereits leidet und auch auf schmerzvolle Weise umgebracht wird, darf es nicht gegessen werden, weil das Genießen des Geschmacks das nicht wieder aufwiegt. Es wird vermieden natürliche Ressourcen und Reserven aufzubrauchen. Die Wasserstoff-Sauerstoff-Brennzelle wird so weit entwickelt, dass sie alle Verkehrsmittel antreiben kann. Sauberes Trinkwasser ist ein Menschenrecht, das eingehalten und garantiert wird.

https://www.saarland-fernsehen.com/wp-content/uploads/2017/06/Fotolia_147692152_Subscription_Monthly_M.jpg

Generell

Es gibt keinen Krieg. Streiten ist normal und es kann nichts gegen das Aufkommen unternommen werden, aber dagegen, dass er für länger als nötig besteht. Jeder Mensch wird so akzeptiert wie er ist und jedem wird die Hilfe zu teil, die er verdient (und jeder verdient sehr viel davon).

Zum Schluss

Natürlich ist es bequemer weiter auf eine zweite Erde zu warten, als durch aktives Suchen eine neue Welt zu finden und zu erschaffen, aber manchmal musst du auch die harte Arbeit in die Hand nehmen, wenn es die anderen nicht tun, um sie zu inspirieren.