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Klytämnestra

Was ist Hass? Er hat meine Tochter umgebracht.
Mit den selben Augen. Hat er mich angesehen.
Ich bringe ihn um.
Mit diesen Augen hat er mich das erste Mal angesehen.
Wer hätte gedacht, dass sie das Hässlichste sind, was ein Mensch tragen kann?
Wer hätte gedacht, dass diese Augen meiner Tochter beim sterben zusehen würden?
Seiner Tochter.

Ich bin Klytämnestra.
Die Schwester der schönen Helena.
Die Tochter des Spartanerkönigs Tyndareos und die Frau des Agamemnon.
Mutter des Chrysothemis, der Elektra, des Orest und der Iphigenie.

Agamemnon hat sie umgebracht. Geopfert hat er Iphigenie für Wind in den Segeln.
Ich habe ihm nichts bedeutet.
Sie hat ihm nichts bedeutet.

Ich werde ihn töten wenn er wiederkommt.
Ich werde ihn freundlich fragen, wie es ihm geht, wie es war.
Und dann bringe ich ihn um.
Genauso ausdruckslos und ohne Regung, wie seine Augen es waren, als er meine Tochter umgebracht hat.

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„Mach was mit deinem Leben“ – Wie Eltern ihre Kinder in der Schule unter Druck setzen

Natürlich gibt es immer andere Eltern, immer Ausnahmen, aber der Trend bewegt sich dahin, dass Eltern ihre Kinder in der Schule unter Druck setzen.

Jeder kennt Beispiele von Eltern, die alles daran setzten, dass ihr Kind auf das Gymnasium kommt. Wenn die Zeit gekommen ist, sprechen sie mit Lehrern, aber schon davor setzen sie ihre Kinder unter Druck. Durch Formulierungen wie: „Wenn du studierst, dann…“, „Mit deinem Abitur kannst du dann…“ wird vielen Kindern schon von Anfang an deutlich gemacht, wie ihr Weg zu verlaufen hat. Selbst wenn Ausbildungsberufe immer gefragter werden und selbst, wenn das Gymnasium dem Kind nur schaden würde. Schließlich sind die Schulformen in Deutschland absichtlich dreigeteilt; damit jedes Kind die Förderung erhält, die es braucht, um sich zu entfalten. Ob das funktioniert ist zwar eine andere Frage, aber das ist zumindest der ursprüngliche Plan.

Aus meiner eigenen Erfahrung kenne ich viele Kinder, die bereits in den ersten Schuljahren von ihren Eltern so unter Druck gesetzt worden sind, dass deren Notendurchschnitt wohl nie „schlechter“ als 1,5 war, die sich nicht getraut haben ihren Eltern von einer drei zu erzählen. Oder ein Nachhilfeschüler, der mir erzählt hat: „Mein Vater weiß auch schon ganz genau, was ich werden will.“ Ich darauf: „Aha, und was?“ Er: „Arzt oder Politiker, damit ich erfolgreich werde und Geld verdiene.“ Dann habe ich ihn gefragt: „Und was möchtest du werden?“ und er antwortete mir: „Ich weiß noch nicht genau, aber ich will erst ein paar Jahre was machen, bei dem ich ganz viel Geld verdiene und danach etwas, was mir Spaß macht.“ Dieses Kind hat die sechste Klasse nicht geschafft. Es hatte seit der fünften Klasse immer wieder Nachhilfeunterricht. Und – so hart es klingt – keinerlei Begabung für Naturwissenschaften oder Sprachen, die unerlässlich sind für diese Berufe. Er sollte irgendeine Ausbildung machen, weil er immer nur dann erfolgreich sein wird, wenn er etwas macht, was ihm Spaß macht. Allein die Formulierung „er weiß, was ich werden will“. Er hat es wohl selbst gar nicht bemerkt, aber diese Formulierung ist Kontrast, Antithese, Wiederspruch, Paradox, einfach alles, aber vor allem traurig. Andere werden von ihren Eltern unter Druck gesetzt, in der achten oder neunten Klasse zu wissen, was sie werden wollen und zwingen sie immer wieder Studienführer zu lesen, auf Messen zu gehen und dergleichen.

Aber selbst die Kinder der oben genannten „Ausnahmeeltern“ werden unter Druck gesetzt, weil sich das Muster der anderen Eltern auf deren Kinder überträgt und diese dann auch sie abfärben. „Also ich weiß schon, genau was ich später machen will.“, „Ich glaube, dass war die beste Klausurenphase bis jetzt.“ und noch viel mehr.

Dabei übersehen Eltern oft, das sie diejenigen sind, die ihren Kindern dabei im Weg stehen erfolgreich zu werden. Unter Druck können nur die wenigsten wirklich gut arbeiten und noch weniger arbeiten besser, als es sonst der Fall wäre. Kinder entfalten sich viel schneller, wenn sie selbst die Chance haben, ihren Weg zu suchen, weil sie ihn dann auch finden werden (auch wenn das für manche Eltern vielleicht zu lange dauern würde). Ja, Eltern kennen ihre Kinder, aber es kann nicht sein, dass sie ihre Kinder besser kennen, als sie sich selbst.

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Meine Neue Welt

Ein richtiger, neuer Planet tausende Lichtjahre entfernt zu finden, scheint unrealistisch. Und dann eine ganz neue Welt direkt hier? Das wirkt auf den ersten Blick utopisch, ja unmöglich, aber warum sollten wir unsere Zeit auf eine Suche im All verschwenden, wenn wir das Finden vor unserer Haustür beginnen können? Meine neue Welt ist womöglich utopisch, ja, aber nur, wenn nichts getan wird. Ich lade dich auf ein Gedankenexperiment ein.

Wohnen

Du wohnst nicht nur, du lebst. Menschen leben jetzt alle in Hochhäusern. Das klingt nicht so schön? Stell dir ein Hochhaus mit grüner, bewachsener Fassade, einer Gemeinschaftsküche und -Dachterrasse vor. Eine kleine Gemeinschaft für sich. Auf der Sonnenseite des Hauses sind Solarpaneelen und eine kleine Gruppe von Hochhäusern liegt immer zusammen an einem Hof, der einen großen Gemüse- und Obstgarten für dich und deine Mitbewohner hat, die die Arbeit teilen. Jede Woche gibt es gemeinsame Ausflüge und Feste der Wohneinheiten. Durch die eigenen Apartments, wird Platz gespart, der für die Renaturierung von Grünflächen genutzt wird.

Kinder

Kinder werden als einer der wichtigsten Teile deiner Gesellschaft angesehen und für jede Planung, jedes Projekt, wird ihre Meinung mit einbezogen und ihre Bedürfnisse respektiert. Jedes Kind kriegt die Möglichkeit zur individuellen, kreativen Entfaltung. Das beinhaltet die Möglichkeit ein Instrument zu lernen und einem Sportverein mitzuspielen ohne etwas dafür zu tun.

Schule

Kinder werden meistens mit sieben eingeschult. Die Schule ist keine wirkliche Schule mehr. Die Klassen bestehen aus maximal zehn Schülern, die eine möglichst große Diversität (ethnologisch, so wie von ihren Interessen) aufweisen. In den ersten sieben Schuljahren, bekommen sie alle Grundlagen beigebracht (das beinhalten Sprachen, Schreiben, Rechnen, Lesen, Grundwissen in Geschichte, Allgemeinwissen und Naturwissenschaften, Musik, Kunst und Sport). Jedoch bestehen die Unterrichtsfächer aus praktischen Teilen, die einem das Wissen meistens nebenbei beibringen (z.B. durch Kochen, Theater spielen oder Experimente machen und auswerten) jedes Kind kann sich dabei so einbringen, wie es am besten zu seiner Persönlichkeit passt. Von der fünften bis zur letzten, der zwölften, Jahrgangsstufe werden manche Unterrichtsfächer in anderen Sprachen unterrichtet. Ab der siebten Jahrgangsstufe können die Schüler ihre Fächer nach ihren Interessen und Themenschwerpunkten anpassen und sich auf einen späteren Beruf vorbereiten.

Das Gemeinwohl

Das Gemeinwohl steht an erster Stelle, wird jedoch nicht durch Anpassung oder Zurückstellung von deiner eigenen Bedürfnissen erreicht, sondern durch deine individuelle Entfaltung, um jeden zufrieden und glücklich zu machen. Es gibt keine Währung mehr. Es findet lediglich Tauschhandel statt, weil jeder etwas anderes gut kann oder hat. Es wird eine Regierung gewählt. Dabei darf jeder ab 18 wählen. Außerdem kannst du dich ab 16 für die Wahl registrieren und es wird überprüft, ob du die Voraussetzungen erfüllst (z.B. Reife, Interesse). Wenn dies der Fall ist, darfst du auch ab 16 wählen.

Flora und Fauna

Utilitarismus steht an erster Stelle.

„Lehre, die im Nützlichen die Grundlage des sittlichen Verhaltens sieht und ideale Werte nur anerkennt, sofern sie dem Einzelnen oder der Gemeinschaft nützen; Nützlichkeitsprinzip“

Utilitarismus

Nur wenn das Essen eines Tieres mehr Wohl, als Unwohl erzeugt, darf es gegessen werden. Das beinhaltet auch das Abholzen von Wäldern (abgesehen von Weihnachtsbäumen pro Familie). Wenn also das Tier durch seine Haltung bereits leidet und auch auf schmerzvolle Weise umgebracht wird, darf es nicht gegessen werden, weil das Genießen des Geschmacks das nicht wieder aufwiegt. Es wird vermieden natürliche Ressourcen und Reserven aufzubrauchen. Die Wasserstoff-Sauerstoff-Brennzelle wird so weit entwickelt, dass sie alle Verkehrsmittel antreiben kann. Sauberes Trinkwasser ist ein Menschenrecht, das eingehalten und garantiert wird.

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Generell

Es gibt keinen Krieg. Streiten ist normal und es kann nichts gegen das Aufkommen unternommen werden, aber dagegen, dass er für länger als nötig besteht. Jeder Mensch wird so akzeptiert wie er ist und jedem wird die Hilfe zu teil, die er verdient (und jeder verdient sehr viel davon).

Zum Schluss

Natürlich ist es bequemer weiter auf eine zweite Erde zu warten, als durch aktives Suchen eine neue Welt zu finden und zu erschaffen, aber manchmal musst du auch die harte Arbeit in die Hand nehmen, wenn es die anderen nicht tun, um sie zu inspirieren.

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The Perks of Being a Wallflower

Mein Liebstes-Lieblingsbuch ist nicht für jeden etwas. Ich bin auf die beste Weise auf es aufmerksam geworden: Durch die Verfilmung. Mir wurde erzählt, dass in dem Film ziemlich viele „coole Schauspieler“ mitspielen. Was sie auch tun. Allein Emma Watson ist schon Grund genug einen Film anzusehen. Ezra Miller, den ich durch den Film kennen und lieben gelernt habe. Logan Lorman, den man momentan ja in überraschend vielen Filmen sieht.

Ich habe den Film gesehen und es wird bei Buchverfilmungen allein durch die Dialoge und die Sprache immer direkt deutlich, wenn es sich um eine Buchverfilmung handelt. Mit dem ersten Satz, den der Protagonist Charlie (der eigentlich gar nicht Charlie heißt, aber alle Namen geändert hat, damit der Empfänger seiner Briefe nicht die Chance hat ihn zu finden) spricht, war mir klar, dass es eine Buchverfilmung ist. Mit seinen ersten Sätzen wurde mir klar, dass es ein ziemlich gutes Buch ist und ab ungefähr der Mitte des Filmes wusste ich, dass es mein Lieblingsbuch ist, ohne dass ich es jemals gelesen habe.

Das ist wirklich die beste Art ein Buch zu entdecken. Wenn du nämlich ein Buch liest und dann die Verfilmung siehst, ist sie immer schlechter als das Buch, aber wenn du erst die Verfilmung siehst, ist das Buch noch besser.

Ich habe den deutsch Film „Vielleicht lieber morgen“ gesehen, bestimmt drei mal (auch wenn ich zugebe, dass das zweite Mal direkt am nächsten Tag war). Trotzdem bin ich auf das Buch durch Zufall gestoßen. Ich habe das Regal für englische Literatur im Buchladen durchstöbert (über Buchläden an sich könnte ich auch nochmal etwas schreiben) und habe mir den Klappentext von Stephen Chboskys „The Perks of Being a Wallflower“ durchgelesen und ich habe es direkt wiedererkannt. Dieser Klappentext besteht in der Ausgabe aus genau zwei Sätzen:

„Charlie is a teenager who in a series of letters describes his life as he starts high school. Sensitive and introverted, Charlie makes new friends with whom he explores the meaning of friendship and love during the awkward years of adolescence.“

Diese Sätze geben das, was das Buch wirklich ist, nicht wieder. Natürlich stimmt was da steht, aber es handelt sich nicht um eine der typischen Liebesgeschichten in der Highschool oder so etwas. Das Buch ist voll von guter Musik, guten Büchern und fantastischen Gedanken. Und es beweist wohl eine der wichtigsten ignorierten Wahrheiten: Auch wenn es andere Leute gibt, denen es viel schlechter geht, darf es dir selbst immer noch schlecht gehen.

Das Buch, das eigentlich eher ein Briefroman ist, ist nicht für jeden etwas, weil es von Zeit zu Zeit depressiv ist, aber das Ende, das nicht zu überzeichnet ist, gibt Hoffnung und zeigt einem, dass du dich auch herunterziehen darfst, weil es manchmal bedeutet, nicht zu fallen.

Zum Anfang: Über mich

Sich selbst vorzustellen, ist für einen selbst meistens unglaublich unangenehm und für alle anderen meistens unglaublich langweilig. Es gibt selten mehr als das:

„Hi, ich bin Lisa. Ich in 18 Jahre alt. Ich gehe in Dresden zur Schule und tanze gerne.“

„Ich bin Michael Tölling, 48 Jahre und wohne mit meiner Frau in den Bauernschaften von einem Vorort von München. Wir haben drei Kinder und ich bin Lehrer an einem Gymnasium in München.“

 „Hallo, ich heiße Martin. Ich bin 34 Jahre alt, wohne in Frankfurt und arbeite im Einkauf von der Verpackungs GmbH.“

Was eigentlich niemand spannend findet. Außer vielleicht der Mann, der heimlich in Michael verliebt ist, der Kassierer, der sich fragen muss, ob er Lisa  Alkohol verkaufen darf, oder der amerikanische Spion, der die deutschen Verpackungsstrategien ausspionieren soll.

Niemand sollte sich für Namen interessieren, weil sie nur dafür sorgen, dass wir andern gegenüber voreingenommen sind (und ich sage das ganz egal, ob ich jetzt Kevin, Veronika oder Edith heiße). Das Alter sollte einen auch nur in den wenigsten Fällen interessieren (es sei denn, du bist 40 und sie 8 und du möchtest mehr als nur spielen). Deswegen werde ich mich am Anfang nicht an diesen Daten festhalten, weil jeder das Recht haben sollte, nach seinen Gedanken und Werten beurteilt zu werden und nicht danach wo er wohnt. Auch wenn ich nicht lügen werde.

Abgesehen davon, ist es ziemlich schwer über sich selbst zu sagen, wer man ist und das will ich auch gar nicht.

Was du aber über mich wissen solltest ist, dass ich von Zeit zu Zeit eine schlechte Kommasetzung habe, was mir leid tut, ich aber nicht ändern kann. Ich werde auch meine Sprache nicht immer dem „normalen“ Deutsch anpassen, sondern so schreiben, wie es mir in den Sinn kommt, auch wenn das vielleicht in manchen Artikeln zu Bergen von Anglizismen führen kann, durch die du dich hindurchwühlen musst.

Auch wenn es vielleicht gerade noch so wirkt: Das ist kein Blogtagebuch oder so etwas in der Art. Ich möchte Artikel schreiben, über alles, was mich interessiert. Auf alle Arten, die mich interessieren. Und ich werde mich dabei von meinem Leben inspirieren lassen, was es aber hoffentlich nicht zu einem Blogtagebuch werden lässt. Mal sehen. Regelmäßige Artikel sind wichtig und ich werde mein bestes geben. Neben  der Freude am Schreiben, hoffe ich, dass ich mit der Hilfe des Blogs auch meine Freude am Meinungsaustausch ausleben lassen kann, wofür ich aber natürlich Hilfe brauche. Eure Hilfe.