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The Perks of Being a Wallflower

Mein Liebstes-Lieblingsbuch ist nicht für jeden etwas. Ich bin auf die beste Weise auf es aufmerksam geworden: Durch die Verfilmung. Mir wurde erzählt, dass in dem Film ziemlich viele „coole Schauspieler“ mitspielen. Was sie auch tun. Allein Emma Watson ist schon Grund genug einen Film anzusehen. Ezra Miller, den ich durch den Film kennen und lieben gelernt habe. Logan Lorman, den man momentan ja in überraschend vielen Filmen sieht.

Ich habe den Film gesehen und es wird bei Buchverfilmungen allein durch die Dialoge und die Sprache immer direkt deutlich, wenn es sich um eine Buchverfilmung handelt. Mit dem ersten Satz, den der Protagonist Charlie (der eigentlich gar nicht Charlie heißt, aber alle Namen geändert hat, damit der Empfänger seiner Briefe nicht die Chance hat ihn zu finden) spricht, war mir klar, dass es eine Buchverfilmung ist. Mit seinen ersten Sätzen wurde mir klar, dass es ein ziemlich gutes Buch ist und ab ungefähr der Mitte des Filmes wusste ich, dass es mein Lieblingsbuch ist, ohne dass ich es jemals gelesen habe.

Das ist wirklich die beste Art ein Buch zu entdecken. Wenn du nämlich ein Buch liest und dann die Verfilmung siehst, ist sie immer schlechter als das Buch, aber wenn du erst die Verfilmung siehst, ist das Buch noch besser.

Ich habe den deutsch Film „Vielleicht lieber morgen“ gesehen, bestimmt drei mal (auch wenn ich zugebe, dass das zweite Mal direkt am nächsten Tag war). Trotzdem bin ich auf das Buch durch Zufall gestoßen. Ich habe das Regal für englische Literatur im Buchladen durchstöbert (über Buchläden an sich könnte ich auch nochmal etwas schreiben) und habe mir den Klappentext von Stephen Chboskys „The Perks of Being a Wallflower“ durchgelesen und ich habe es direkt wiedererkannt. Dieser Klappentext besteht in der Ausgabe aus genau zwei Sätzen:

„Charlie is a teenager who in a series of letters describes his life as he starts high school. Sensitive and introverted, Charlie makes new friends with whom he explores the meaning of friendship and love during the awkward years of adolescence.“

Diese Sätze geben das, was das Buch wirklich ist, nicht wieder. Natürlich stimmt was da steht, aber es handelt sich nicht um eine der typischen Liebesgeschichten in der Highschool oder so etwas. Das Buch ist voll von guter Musik, guten Büchern und fantastischen Gedanken. Und es beweist wohl eine der wichtigsten ignorierten Wahrheiten: Auch wenn es andere Leute gibt, denen es viel schlechter geht, darf es dir selbst immer noch schlecht gehen.

Das Buch, das eigentlich eher ein Briefroman ist, ist nicht für jeden etwas, weil es von Zeit zu Zeit depressiv ist, aber das Ende, das nicht zu überzeichnet ist, gibt Hoffnung und zeigt einem, dass du dich auch herunterziehen darfst, weil es manchmal bedeutet, nicht zu fallen.